
Ein Termin beim Wahlarzt bedeutet freie Arztwahl, rasche Termine und mehr Zeit für Untersuchung und Beratung. Dafür bezahlen Sie die Honorarnote zunächst selbst. Und diese Kosten sind mittlerweile erheblich: Eine Erstordination kostet in Österreich je nach Fachrichtung durchschnittlich zwischen 108 und 268 €.
Die Krankenkasse übernimmt davon nur einen geringen Teil. Wer regelmäßig Wahlärzte nutzt, zahlt deshalb mehrere hundert Euro pro Jahr selbst.
Kurzantwort |
Eine österreichweite Erhebung bei 1.590 Ordinationen zeigt deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Fachrichtungen. Erfragt wurden die Honorare für eine Erstordination.
Fachrichtung | Ø Kosten Erstordination |
| Radiologie (MRT/CT) | 268 € |
| Urologie | 237 € |
| Kardiologie | 211 € |
| Psychiatrie | 206 € |
| Pulmologie | 203 € |
| Gynäkologie | 202 € |
| Innere Medizin | 181 € |
| Orthopädie | 178 € |
| Neurologie | 177 € |
| HNO | 173 € |
| Augenarzt | 172 € |
| Kinderarzt | 155 € |
| Hautarzt | 149 € |
| Hausarzt | 108 € |
Das sind Durchschnittswerte. Das tatsächliche Honorar kann je nach Ordination, Bundesland, Zeitaufwand und zusätzlichen Untersuchungen deutlich davon abweichen.
Gerade bei Diagnostik, Ultraschall, Labor oder weiteren Untersuchungen kann aus einem einzelnen Arzttermin daher rasch eine Rechnung von mehreren hundert Euro werden.
Ein weit verbreitetes Missverständnis: Die ÖGK erstattet nicht 80 % Ihrer Wahlarzt-Rechnung. Grundsätzlich erhalten ÖGK-Versicherte 80 % jenes Betrages zurück, den die ÖGK einem Vertragsarzt für dieselbe Leistung bezahlt hätte. Da der Kassentarif meist deutlich unter dem privaten Wahlarzt-Honorar liegt, bleibt häufig ein beträchtlicher Eigenanteil. Quelle: Österreichische Gesundheitskasse
Beispiel: Kostet der Wahlarzt 180 € und erstattet die Krankenkasse 55 €, bleiben zunächst 125 € bei Ihnen.
Bei anderen Sozialversicherungen gelten deren jeweilige Tarife und Erstattungsregeln.
Seit Juli 2024 müssen Wahlärzte mit mindestens 300 Patienten pro Jahr die Kostenerstattung grundsätzlich elektronisch über WAHonline für ihre Patienten einreichen. Die Rechnung bezahlen Sie weiterhin zuerst selbst.
Genau hier schließt die Wahlarzt-Versicherung die finanzielle Lücke.
Für die bei PRIVATpatient verglichenen Tarife gelten grundsätzlich zwei Erstattungswege:
Beides gilt bis zur vereinbarten Jahreshöchstleistung und im Rahmen der versicherten Leistungen. PRIVATpatient.at Wahlarzt
Bei einer Wahlarzt-Rechnung über 180 € und 55 € Kassenersatz übernimmt die Wahlarzt-Versicherung damit die verbleibenden 125 €. Sie erhalten insgesamt 180 € zurück.
Je nach Tarif können zusätzlich etwa Physiotherapie, Psychotherapie, Medikamente, Heilbehelfe, Alternativmedizin oder Leistungen rund um Schwangerschaft und Vorsorge enthalten sein.
Ein einzelner Facharzttermin lässt sich meist noch gut aus eigener Tasche bezahlen. Wer aber mehrere Wahlärzte besucht, regelmäßige Kontrollen benötigt oder auch Therapien und Diagnostik privat in Anspruch nimmt, kommt schnell auf vierstellige jährliche Kosten.
Entscheidend ist deshalb nicht nur die Monatsprämie. Wichtig sind vor allem:
Genau deshalb unterscheiden sich gute Wahlarzt-Tarife erheblich voneinander.
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