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Übergewicht begünstigt zahlreiche Erkrankungen/ Bild: Adobe Stock

Gesundheit

So krank macht Übergewicht – und das kann man tun

Bis 2050 sollen mehr als 90 Millionen Menschen weltweit aufgrund der zahlreichen Folgeerkrankungen von Übergewicht sterben. Wie kann man entgegenwirken?


Nach Krebs führen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den meisten Todesfällen weltweit. Eine der häufigsten Ursachen für jene Erkrankungen ist Übergewicht – und das nimmt weltweit stetig zu. Laut einer aktuellen OECD-Studie ist etwa die Hälfte der Bevölkerung in 34 der 36 OECD-Staaten fettleibig. Das hat zahlreiche Folgen: Mehr körperliche und psychische Erkrankungen, schlechtere Schulleistungen der nächsten Generation und eine bis zu 3 Jahre sinkende Lebenserwartung. 

Je industrieller eine Nation, desto verkümmerter das Mikrobiom 

Umso höher der Wohlstand eines Landes, desto weniger vielfältig ist die Bakterienansiedelung im Darm der Bevölkerung – das zeigen aktuelle Studien zum Thema „Darmgesundheit“. Der Grund hierfür? Wenig Bewegung, Stress und ungesunde Ernährung. Menschen in „entwickelten“ Ländern nehmen demnach so viel Zucker, Salz, Fleisch, Zusatzstoffe und Co zu sich, dass sie wichtige Bakterienstämme im Darm langfristig aushungern – mit zahlreichen Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit, sagt die Wissenschaft. Eine unausgewogene Ernährung führt demnach nicht nur zu Übergewicht und begünstigt allerlei Krankheiten, Studien bringen dies sogar mit der Entstehung von psychischen Erkrankungen, wie Depressionen in Verbindung.  

Begünstige Faktoren erkennen 

Gene, hormonelle Verhütung, Medikamente, psychische Probleme, der Umgang mit Stresssituationen, das Umfeld: Sich bewusst damit auseinanderzusetzen, welche Faktoren Übergewicht begünstigen, hilft, schneller zu effektiveren Methoden zum langfristigen Halten eines gesunden Gewichts zu führen. 

Übergewicht: Das muss man wissen 

1. Gene lassen sich beeinflussen 
Ob man zu Übergewicht neigt, oder nicht ist auch genetisch veranlagt. Diesem erhöhten Risiko kann man aber mit genügend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung entgegenwirken. Forschungen zeigen, dass der Lebensstil zu bis zu 70% beeinflussen kann, wie viele jener Risikogene im Körper aktiv sind.  

2. Auf Süßgetränke verzichten 
Wer mehr als einen halben Liter Süßgetränke pro Tag trinkt, hat ein 20% erhöhtes Risiko, verfrüht zu sterben. Das zeigt die Studie AssociationBetween Soft Drink Consumption and Mortality in 10 European Countries“, die europaweit zwischen 1992 und 2000 durchgeführt wurde. Ein erwachsener Mensch sollte mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen – setzen Sie hier auf Wasser und ungesüßte Tees. 

3. Die Darmbakterien füttern 
Das Mikrobiom von übergewichtigen Menschen ist nachgewiesenermaßen weit weniger vielfältig als das von normalgewichtigen Menschen. Man kann sich die Darmflora wie eine bunt gemischte Population aus hilfreichen Bakterien vorstellen, die zahlreiche wichtige Aufgaben für unseren Körper übernehmen. Jene „guten“ Bakterien brauchen die richtige Nahrung, um überleben und sich vermehren zu können. Hungern sie aus, führt dies zu chronischen Entzündungsreaktionen in der Darmschleimhaut. Übermäßiger Konsum von Zucker, Fett und Zusatzstoffen, züchtet außerdem Bakterienstämme heran, die im Darm Entzündungsbotenstoffe produzieren.  

4. “Richtig essen” lernen 
Sich beim Essen Zeit zu nehmen und ausreichend zu kauen führt dazu, dass das Sättigungsgefühl schneller einsetzt. Außerdem darauf zu achten, nicht zu spät zu essen, zahlt sich aus. Umso länger der Verdauungsapparat bei Nacht Zeit hat, sich zu erholen, desto besser arbeitet er auf Dauer. Mehr dazu erfahren Sie HIER.

5. Kurzfristige Diäten bringen kurzfristige Erfolge 
Um das Wunschgewicht langfristig zu halten, muss auf eine konstante kalorienarme Mischkost und regelmäßige Bewegung gesetzt werden. ExpertInnen raten von einseitigen Diäten ab, da diese oft zu einem Nährstoff und Vitamin-Mangel führen und dem System mehr Schlechtes als Gutes tun. Intervallfasten hingegen entgiftet den Körper, erneuert die Zellen und kann zu einer gesunden Gewichtsabnahme führen. Erfahren Sie HIER mehr.

6. Sich in Stressresistenz zu üben zahlt sich aus 
Stress beeinflusst so ziemlich jeden Vorgang in unserem Körper. So führt chronischer Stress zu kleinen Entzündungen im Körper, die wiederum zahlreiche Erkrankungen begünstigen. Wer gestresst ist, greift außerdem gerne zu Genuss- und Rauschmitteln. Sich in Stressresistenz zu üben, sich genügend Auszeiten zu gönnen und auf sich selbst zu achten tut Körper und Seele gut und hilft, einen gesunden Lebensstil konsequent beizubehalten. 

7. Lassen Sie sich durchchecken! 
Nicht selten liegt Übergewicht eine versteckte (meist hormonell bedingte) Krankheit zugrunde. Ein großes Blutbild, eine Mikrobiom-Analyse und Co können hierbei aufschlussreich sein. Wenden Sie sich deshalb an den Arzt des Vertrauens, der mit Ihnen auch bei Nichtbestehen einer körperlichen Ursache mit genügend Zeit und viel Einfühlungsvermögen sinnvolle Strategien erarbeiten kann, um langfristig ein gesundes Körpergewicht zu halten.

Für eine gute und effektive Behandlung beim Arzt/der Ärztin braucht es Zeit, Aufmerksamkeit und das Gefühl, ernst genommen und verstanden zu werden. Mit Unterstützung von PRIVATpatient.at genießen sie neben kurzen Wartezeiten auch die beste und ausführlichste medizinische Versorgung beim Arzt Ihres Vertrauens. Einfach unter (01) 961 9173 anrufen und jetzt kostenlos informieren! 

Quellen:  

https://read.oecd-ilibrary.org/social-issues-migration-health/the-heavy-burden-of-obesity_67450d67-en#page1 

https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/10.1001/jamainternmed.2019.2478?guestAccessKey=b99410a9-8afc-4953-b328-bbb2620dfacd&utm_source=For_The_Media&utm_medium=referral&utm_campaign=ftm_links&utm_content=tfl&utm_term=090319 

https://www.arte.tv/de/videos/080499-000-A/unser-bauch-die-wunderbare-welt-des-mikrobioms/ 

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