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Musik hilft Babys bei ihrer geistigen Entwicklung/ Bild: Adobe Stock

Geburt

Klangtherapie: So profitieren kranke und frühgeborene Babys von Musik

Frühchen und kranke Neugeborene haben einen schweren Start ins Leben. Laut Wissenschaft kann Musik dabei helfen, die Gehirnentwicklung jener Babys zu stimulieren.


Für Frühchen und Babys, die in den ersten Lebensmonaten mit Krankheit zu kämpfen haben, erhöht sich das Risiko, später an psychischen und körperlichen Folgeschäden zu leiden erheblich. So haben Menschen, die zu früh das Licht der Welt erblickt haben, laut Studien später etwa häufiger Depressionen und Konzentrationsschwierigkeiten. Was kann man tun, um diesen und ähnlichen Folgeschäden entgegenzuwirken? Musik vorspielen, meinen Forscher.  

Musiktherapie für kranke und frühgeborene Babys 

In einer Studie der Universität Genf um Petra Hüppi wurde untersucht, wie sich Musik auf die Gehirnentwicklung von Babys mit einem unglücklichen Start ins Leben auswirkt. Hierfür arbeitete das Team mit dem Komponisten Andreas Vollenweider zusammen, um herauszufinden, welche Instrumente bei den kleinen Probanden den größten Unterschied machten. Dabei zeigte sich, dass es besonders wichtig ist, die Musik bzw. die Musikinstrumente an den jeweiligen Rhythmus der Babys (die alle zwischen der 24. und 32. Schwangerschaftswoche das Licht der Welt erblickten) anzupassen: So gab es bestimmte Klänge für das Aufwachen, andere für das Einschlafen und wieder andere für den Wachzustand der kleine Patienten. Welches Instrument dabei besonders effektiv war? Die sogenannte Pungi, ein indisches Blasinstrument, das häufig von Schlangenbeschwörern verwendet wird.  

Musik hilft dem Gehirn bei der Verarbeitung 

Über 5 Tage wurden die Babys mittels spezieller Kopfhörer mit kurzen Musikstücken berieselt. Zum Vergleich wurden 20 weitere Babys als Kontrollgruppe beobachtet. Jene Babys bekamen ebenfalls Kopfhörer aufgesetzt, jedoch ohne Musik. Die Ergebnisse: Die Babys, die in den Genuss der Musiktherapie kamen, zeigten laut Forschern eine erhöhte Gehirnaktivität. Hierbei zeigten sich vor allem im „Salienz-Netzwerk“ des Gehirns, welches Sinnesreize verarbeitet, vernetzt und filtert bemerkenswerte Veränderungen. Durch die unnatürliche Umgebung des Krankenhauses seien die kleinen Gehirne überfordert – vor allem damit, die vielen Geräusche zu ordnen, heißt es in der Studie. Musik könne dabei helfen, Sinnesreize besser zu verarbeiten. Auch im AKH in Wien wird bereits Musiktherapie angewendet, um Frühchen und kranke Babys in ihrer Entwicklung zu unterstützen. 

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Quelle:  

https://www.pnas.org/content/early/2019/05/21/1817536116 

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