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Wer gut schläft, wird schneller gesund. Besonders im Spital sollte deshalb auf die nächtliche Erholung von PatientInnen Acht gegeben werden.

Spital

Studie: So schläft man im Spital besser

Erholsamer Schlaf ist für die Genesung essenziell – deshalb haben Forscher nun Maßnahmen zur Verbesserung der Nachtruhe im Spital zusammengefasst.


Wer gut schläft, erholt sich schneller – das gilt für die Grippe, die im eigenen Bett ausgeschwitzt wird ebenso wie für die Erholung nach Eingriffen im Krankenhaus. Letzteres ist aber nicht immer einfach, da der Krankenhausalltag seinen eigenen Rhythmus hat. Während der Nacht, die man eigentlich zur Stärkung bräuchte, wird oft wenig Rücksicht auf den Schlaf der PatientInnen genommen. Gerhard Klösch, Schlafforscher der Medizinischen Universität Wien meint hierzu im Interview mit dem ORF: „Man hat Schmerzen und Probleme mit sich selbst. Dann ist es laut auf der Station, oder man wird während der Nacht immer wieder geweckt, weil etwas passiert ist. Das kennt jeder, der schon einmal im Krankenhaus war...“.

Studie untersucht Maßnahmen für besseren Schlaf im Spital

MedizinerInnen des University of Chicago Medical Centers haben sich daher im Rahmen einer 1-jährigen Studie mit Möglichkeiten, die Nachtruhe im Spital zu verbessern, auseinandergesetzt. Gemeinsam mit ÄrztInnen wurde überlegt, welche PatientInnen tatsächlich nächtliche Medikation und Kontrolle brauchen und wo es Alternativen gäbe. Außerdem wurden die PflegerInnen angehalten, Behandlungen während der Nacht nach Möglichkeit zusammenzulegen, die Türen geschlossen zu halten, leise zu sprechen und auf die Belichtung zu achten. Dies führte dazu, dass die Zimmer pro Nacht im Schnitt sechs Mal weniger betreten werden mussten.

Guter Schlaf: Schnellere Erholung, schlechter Schlaf: mehr Schmerzen

Zwar betonen die Forscher, dass die Studie ihre Lücken habe, da etwa zusätzliche Faktoren, die sich auf den Schlaf der ProbandInnen ausgewirkt haben könnten, nicht miteinbezogen wurden, trotzdem lenkt die Untersuchung die Aufmerksamkeit auf ein Thema, das lange unbeachtet blieb. Schlaftherapie muss ernster genommen werden, „speziell im Krankenhaus“, meint hierzu Neurowissenschaftler Matthew Walker und Autor einer Studie, die zeigt, dass mangelnder Schlaf unser Schmerzempfinden erhöht. Im Rahmen seiner Untersuchung wurde die Schmerzgrenze von 25 Erwachsenen nach einer erholsamen Nacht sowie nach einer Nacht mit ständigen Schlaf-Unterbrechungen überprüft. Der somatosensorische Kortex, der im Gehirn für die Schmerzverarbeitung verantwortlich ist, war nach der schlaflosen Nacht deutlich aktiver. „Ironischerweise ist genau der Platz, wo Menschen am meisten Schmerzen empfinden, jener, wo sie am schlechtesten schlafen – nämlich das laute Spitalszimmer.“, so Walker.

Wer sich bei seinem Krankenhausaufenthalt ein Ein- oder Zweibettzimmer wünscht und sich das Spital und den behandelnden Arzt selbst aussuchen möchte: einfach anrufen und jetzt informieren!

Quellen:
https://www.eurekalert.org/pub_releases/2019-01/uocm-hsp010319.php
http://www.jneurosci.org/content/early/2019/01/25/JNEUROSCI.2408-18.201

 

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