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Laut Statistik sind Kaiserschnittkinder anfälliger für physische sowie psychische Erkrankungen

Geburt

Statistik: Kaiserschnittkinder sind anfälliger für Übergewicht und ADHS

Kinder, die per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, haben statistisch gesehen häufiger gesundheitliche Probleme als Kinder, die auf natürliche Weise das Licht der Welt erblicken.


Der vor kurzem veröffentlichte Kindergesundheitsreport der deutschen Technikerkrankenkasse (TK) zeigt, dass Kaiserschnittkinder anfälliger für psychische und physische Erkrankungen sind. Für die Untersuchung wurde die Gesundheit von mehr als 38.000 Kindern, die 2008 das Licht der Welt erblickten bis zum Jahre 2016 analysiert. 11.900 Babys (31 Prozent) der untersuchten Kinder kamen laut Report per Kaiserschnitt zur Welt.  

Die Ergebnisse: 

Die Analysen zeigen, dass etwa das Risiko für eine chronische Bronchitis in den ersten 8 Lebensjahren bei Kaiserschnitt-Kindern um fast 10 % erhöht ist, das Risiko für ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) steigt um ganze 16%. Und auch wenn es um den Stoffwechsel und die Magen-Darm-Aktivität geht, sind Kinder, die per Sectio auf die Welt kommen laut Studie anfälliger für Erkrankungen. Demnach ist das Übergewichtsrisiko hier um ganze 36% erhöht, Magen-Darm-Probleme sind ebenfalls häufiger. „Kaiserschnitte sind ein Segen für Mutter und Kind, wenn sie in medizinisch notwendigen Fällen eingesetzt werden. Wenn allerdings eine OP nicht unbedingt notwendig ist, sollten Arzt und Eltern auch die Folgen für die Gesundheit des Kindes im Blick haben", erklärt Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der TK in einer Presseaussendung und erklärt weiters: "Kaiserschnitte haben für die Gesundheit der Kinder weitreichendere Folgen als vielen bisher bewusst ist. Wir müssen daher im Interesse der Kinder medizinisch nicht notwendige Kaiserschnitte vermeiden...“.  

Warum werden Kaiserschnittkinder häufiger krank? 

Die Ursachen für das erhöhte Risiko der oben erwähnten Erkrankungen sind weitgehend unklar. Die MedizinerInnen gehen von einem Zusammenspiel der elterlichen Gesundheit und dem “unnatürlichen” Geburtsvorgang aus. Eine Studie von der University of Puerto Rico in San Juan aus dem Jahr 2010 legt nahe, dass Babys, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen eine andere Bakterienbesiedelung aufweisen als auf natürlichem Wege geborene Babys. Bei Letzteren waren nach der Geburt ähnliche Bakterien zu finden wie bei Abstrichen der Unterarme, Mundschleimhäute und Vaginas der Mütter. Bei den Babys, die per Sectio geboren wurden, fanden die ForscherInnen hingegen Bakterien von fremden Menschen, da sie den Geburtskanal der Mutter und damit die schützende, bakterienreiche Vaginalflora nicht passierten, sondern gleich in „fremde Hände“ gegeben wurden. Dies könnte dazu führen, dass bestimmte Krankheitserreger im Zuge der Geburt nicht gleich abgetötet werden können.  

Psychische Gesundheit von Müttern muss ernst genommen werden! 

In Österreich kommen laut WHO jährlich etwa 23.000 Kinder, also jedes 3. Kind per Sectio zur Welt. Die Kaiserschnittrate hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Die ExpertInnen weisen im TK-Report darauf hin, dass auch mütterliche Vorerkrankungen - wie etwa Depressionen - einen Kaiserschnitt begünstigen. Deshalb sei es wichtig, die psychische Gesundheit von werdenden Müttern im Auge zu behalten, Möglichkeiten für Vorsorgeprojekte zu schaffen und auf eine gute Vertrauensbasis mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin bzw. der Hebamme zu achten. Sollten Sie während der Schwangerschaft unter Depressionen, Ängsten (z.B. vor der Geburt), Stress oder anderen körperlichen oder psychischen Problemen leiden, wenden Sie sich an den Arzt/die Ärztin Ihres Vertrauens.  

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Quellen:  

https://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesund-leben/kindergesundheitsreport-2070706 

https://www.pnas.org/content/107/26/11971 

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