08.08.2025
Die Ärztekammer warnt: Österreich verliert in den nächsten zehn Jahren jeden dritten Arzt!
Rund 18.000 Ärztinnen und Ärzte gehen in den kommenden zehn Jahren in Pension. Das entspricht mehr als einem Drittel der gesamten Ärzteschaft. Schon heute ist fast jede dritte Ärztin bzw. jeder dritte Arzt in Österreich über 55 Jahre alt. Die Österreichische Ärztekammer schlägt Alarm – und das aus gutem Grund.
Denn es fehlt nicht nur an Nachwuchs. Auch das öffentliche System verliert immer mehr an Attraktivität. Lange Wartezeiten, hunderte offene Kassenstellen und eine überalterte Struktur sorgen dafür, dass immer mehr Kassenpatient:innen spüren: Die medizinische Versorgung wird laufend schlechter.
Was bedeutet das konkret?
- Fast 2.000 Ärzt:innen müssen jährlich nachbesetzt werden
Laut aktueller Ärztestatistik 2024 müssten jedes Jahr rund 1.800 bis 1.900 Ärzt:innen neu ins System kommen, nur um den Status quo zu halten – ohne Bevölkerungswachstum oder Zusatzbedarf. Die Realität sieht anders aus. - Zu wenig Absolvent:innen bleiben in Österreich
Obwohl 1.900 Studienplätze pro Jahr vergeben werden, schließen nur etwa 72 % ihr Studium ab. Und davon wandert ein Drittel ins Ausland ab. Ergebnis:
Nur rund 900 neue Ärzt:innen stehen pro Jahr zur Verfügung – gebraucht werden doppelt so viele. - Junge Ärzt:innen arbeiten weniger
Teilzeit, Jobsharing und neue Lebensmodelle sind nicht nur im Büro angekommen, sondern auch in der Medizin. Die neue Generation will kürzer arbeiten – und mehr Zeit für Freizeit & Familie statt für Patient:innen. Die Folge: Mehr Ärzt:innen nötig, um dieselbe Leistung zu erbringen. - Versorgungslücke im öffentlichen System
Die Ärztekammer bringt es auf den Punkt:
„Es gibt keinen Ärztemangel an sich – es gibt einen Ärztemangel im öffentlichen System."
– ÖÄK-Präsident Dr. Johannes Steinhart
Die Bevölkerung wächst (von 8 auf 9,2 Millionen in den letzten 20 Jahren), aber die Zahl der Kassenärzte bleibt gleich. Gleichzeitig werden immer mehr Menschen älter, kränker und betreuungsintensiver. Das System kommt an seine Grenzen – und viele sind schon darüber hinaus.
Drei Konsequenzen für Patient:innen ⌛
- Wer nichts verändert, wird länger warten.
Die Wartezeiten werden nicht kürzer. Ob auf Termine oder Operationen – die Lücken werden größer. - Die allgemeine Klasse wird überfüllt.
Weniger Personal, mehr Bedarf – das bedeutet noch weniger Zeit pro Patient:in und mehr Belastung für die Mitarbeitenden. - Der Zugang zur medizinischen Versorgung wird zur Frage des Versicherungsstatus.
Wer heute privat vorsorgt, sichert sich einen Vorteil, wenn es darauf ankommt: im Spital, bei Fachärzt:innen, bei der Entbindung.
Warum
?
Weil
für Klartext steht.
Und weil Sie im Ernstfall nicht warten wollen.
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Warten Sie nicht, bis 18.000 Ärzt:innen im Ruhestand sind. Sorgen Sie heute vor – damit Sie morgen nicht im Wartezimmer alt werden.
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