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Laut einer neuen Studie leiden Menschen mit chronischen Schmerzen bei Wetterumschwüngen mehr/ Bild: Adobe Stock

Gesundheit

Studie bestätigt: Wetterumschwung kann Schmerzen verstärken

Viele kennen das Gefühl, andere haben den Begriff „wetterfühlig“ zumindest schon von ihren Omas und Opas gehört. Kurz: Wetterumschwünge können Schmerzen verstärken. Doch kann man diesen Effekt auch wissenschaftlich beweisen?


Ein britisches Forschertram um Hauptautor William Dixon hat sich in seiner Studie mit der häufig gestellten Frage, ob das Wetter tatsächlich Einfluss auf unser Schmerzempfinden hat, auseinandergesetzt. Können Wetterumschwünge wirklich Beschwerden wie Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und vor allem Schmerzen in den Gelenken verursachen bzw. verschlimmern? Die perfekte Zielgruppe, um dies zu testen: Menschen mit chronischen Schmerzen.  

Zusammenhang von Wetter und Schmerzempfinden 

Bisher gab es laut den StudienautorInnen nur wenige und unzuverlässige Untersuchungen zu diesem Thema, da das eigene, regelmäßige Dokumentieren von Schmerzen der Probanden bis jetzt relativ viel Aufwand mit sich brachte. Der modernen Technologie sei Dank konnten die TeilnehmerInnen der Studie„How the weather affects the pain of citizen scientists using a smartphone app“ ihre tägliche Schmerzwahrnehmungdurch das Verwenden einer App gemütlich von zuhause eintragen. Mittels GPS-Tracking der Standorte der Smartphones konnten die ForscherInnen außerdem Rückschlüsse über die jeweiligen Wetter- und Temperaturveränderungen ziehen. Über 15 Monate lang dokumentierten die Probanden ihre Schmerzen online.  

Was genau verschlimmert Schmerzen? 

Laut der Studie, die im Fachblatt „npj Digital Medicine“ veröffentlicht wurde, verspürten etwa Menschen mit Arthritis bei höherer Luftfeuchtigkeit, Wind und niedrigen Luftdruck viel stärkere Schmerzen. Eine Studie des European Project on OSteoArthritis  (EPOSA) bestätigte bereits 2014, dass ältere Menschen mit Gelenks-Beschwerden bei Temperatur-Veränderungen laut eigenen Angaben besonders leiden. Demnach erwiesen sich mehr als 2/3 der Probanden als „wetterfühlig“. Dank der neuen Erkenntnisse, die diese und ähnliche Studien mit sich bringen, könnten laut den ForscherInnen in Zukunft anhand der jeweiligen Wettervorhersagen auch „Schmerz-Vorhersagen“ erstellt werden. Dies könnte das Leben von chronischen Schmerz-PatientInnen erleichtern. Ähnlich wie AllergikerInnen sich mithilfe von Pollenflug-Kalendern und Pollen-Apps Abhilfe schaffen können, könnten auch chronische Schmerz-PatientInnen durch detaillierte Wettervorhersagen Schmerz-Kalender erstellen. Die EPOSA-StudienautorInnen weisen darauf hin, dass Bewegung bei wetterbedingten Schmerzen (insbesondere bei Beteiligung der Gelenke) eine gute Möglichkeit zur Schmerzlinderung darstelle.  

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Quellen:  

https://www.nature.com/articles/s41746-019-0180-3 

https://bmcmusculoskeletdisord.biomedcentral.com/articles/10.1186/1471-2474-15-66 

 

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