(01) 358 05 66 0

Tipps & Infos

Immer mehr WahlärztInnen in Österreich, während Kassenstellen unbeliebter werden/ Bild: Adobe Stock

Gesundheitssystem

Modell “Kassenarzt” vor dem Ende? Was bedeutet das für Patienten?

Die Anzahl der WahlärztInnen in Österreich steigt stetig, während es immer weniger Interessenten für Kassenstellen gibt – nicht nur in der Allgemeinmedizin, sondern auch in Fachbereichen wie der Kinderheilkunde, der Gynäkologie und Co.


Die 2-Klassen-Medizin ist in Österreich längst bittere Realität. Dies bestätigen nicht nur zahlreiche persönliche Berichte über überlaufene Kassenarzt-Praxen, extreme Wartezeiten und quantitativ wie qualitativ unzureichende Behandlungen – auch die Zahlen sprechen für sich.

Immer mehr WahlärztInnen, immer weniger KassenärztInnen

Während die Bevölkerung wächst, die Menschen immer älter werden und zudem häufiger Beschwerden haben, die Kassenstellen aber stetig weniger attraktiv werden, kommt es zu Engpässen. Besonders am Land wird teils verzweifelt nach Nachfolgern für Kassen-Ordinationen gesucht. Aktuell können demnach 157 ausgeschriebene Kassenstellen in Österreich nicht besetzt werden, ganze 95 davon in der Allgemeinmedizin. Doch auch FachärztInnen mit Kassenvertrag sind schwer zu finden: 62 Kassen-Facharztstellen sind  derzeit unbesetzt. Dies betrifft vor allem die Gynäkologie und die Kinderheilkunde. 2010 gab es in der Kinder- und Jugendheilkunde 76 WahlärztInnen, 2019 waren es bereits 132. Wien sind mittlerweile mehr als 70 Prozent aller ÄrztInnen WahlärztInnen.

Junge MedizinerInnen tendieren zum Wahlarzt-Model

Aus einer Befragung von MedizinstudentInnen - vor rund 2 Jahren von Dr. Stephanie Poggenburg von der Medizin Uni Graz, durchgeführt - geht hervor, warum Kassenstellen für ÄrztInnen in Ausbildung als dermaßen unattraktiv gelten. Die Antworten der StudentInnen reichten von „zu wenig Zeit für PatientInnen“ bis zur Tatsache, dass sie sich für die Stelle als Allgemeinmediziner als „zu schlecht ausgebildet“ einstuften. Auch die teils extremen Arbeitszeiten zählen zu den zahlreichen weiteren Gründen, die gegen das Modell „Kassenvertrag“ sprechen. "Nur zwei Prozent der Studenten sind sich sicher, dass sie den Hausarztberuf ausüben wollen, ebenso 16 Prozent der Turnusärzte.", soPoggenburg.

Was tun im Akutfall?

Grippe, Hautausschlag, Nebenhöhlenentzündung, kranke Kinder – bei akuten Problemen muss schnelle Hilfe her. Mehrere Wochen auf Hautarzt oder HNO-Arzt-Termine zu warten, viele Stunden in überfüllten Krankenhäusern auszuharren oder von KassenärztInnen aufgrund von Überlastung abgewiesen zu werden - bei akuten Beschwerden keine Optionen. Die möglichen Alternativen: Wahlarzt-Ordinationen oder private ÄrztInnen. Viele Menschen können sich jedoch eine Wahlarzt-Rechnung von 180 € mit geringer Kostenrückerstattung schwer leisten – vor allem bei mehrmals nötigen Arztbesuchen. So sprechen die Fakten mittlerweile klar für die Option “Privatversicherung”, die eine qualitativ hochwertige Behandlung beim Arzt/der Ärztin des Vertrauens garantiert – ohne lästige Nebenwirkungen wie lange Wartezeiten, schwer abschätzbare Kosten und Massenabfertigungs-Behandlungen.

Für Kunden von PRIVATpatient.at werden die Kosten für Wahlärzte sowie Alternativmedizinische Behandlungen übernommen: Einfach unter (01) 961 9173 anrufen und jetzt kostenlos informieren!

Quellen:

https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.813892&portal=oegkportal

https://www.aerztekammer.at/

https://allgemeinmedizin.medunigraz.at/fileadmin/institute-oes/allgemeinmedizin/Publikationen/Berichte/2017/IAMEV_BMotiv-AM_final.pdf

zurück zur Übersicht

Was Sie noch interssieren könnte:

Wir sind jetzt erreichbar!

(01) 358 05 66 0 anrufen

✓ beste Beratung kleinste Prämie