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Die Wissenschaft bestätigt, dass liebevoller Körperkontakt der kognitiven Entwicklung von Babys gut tut

Gesundheit

Kuscheln, Streicheln und Co: Zärtliche Berührungen machen Babys klüger

Die ersten Lebensmonate eines Kindes sind zentral, wenn es um seine geistige Entwicklung geht. Welch große Rolle hier die körperliche Zuneigung der Eltern spielt, zeigt eine amerikanische Studie.


Dass ein liebevoller, zärtlicher Umgang der Eltern mit dem Nachwuchs essentiell für eine gute kindliche Entwicklung ist, ist nichts Neues. Abgesehen davon, dass Kuscheln, Streicheln und Co die emotionale Bindung stärken und Glückshormone produzieren, wirkt sich Körperkontakt laut einer Studie des National Childern’s Hospital und des Vanderbilt University Medical Center auch positiv auf die Entwicklung des kindlichen Gehirns aus.  

Zärtlichkeiten regen das Gehirn an 

Das Forscherteam hat für seine Studie, die im Fachblatt CurrentBiologyveröffentlicht wurde, mittels EEG-Untersuchungen von 125 Babys (Frühgeborene sowie Normalgeborene) den Zusammenhang von Hirnentwicklung und Körperkontakt analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sanfte Berührungen aller Art (von Umarmen über Eincremen und Baden bis hin zu Streicheln und Küssen) zu einer stärkeren Hirnaktivität der Babys führt. Die ForscherInnen stellten außerdem fest, dass die Gehirne der Frühchen zwar schwächer auf Berührungen reagierten als die der rechtzeitig geborenen Babys, dass sich das Kuscheln jedoch trotzdem nachweislich positiv auf ihre Gehirnaktivität auswirkte. „Sicherzustellen, dass Frühchen ausreichend liebevolle Berührungen und Hautkontakt erfahren ist dringend nötig, um ihrem Gehirn dabei zu helfen, gleich gut auf Körperkontakt zu reagieren, wie normalgeborene Babys...”, so Studienautorin Dr. Nathalie Maitre im Interview mit Science Daily

Warum tut Körperkontakt der Gehirnentwicklung gut? 

Die ForscherInnen erklären, dass sich sanfte Berührungen und Hautkontakt im frühen Baby-Alter als essentiell für die Entwicklung des somatosensorischen Kortex (dem Teil der Großhirnrinde, der für das Verarbeiten der haptischen Wahrnehmung verantwortlich ist) erweisen. So wirkt sich liebevoller Körperkontakt besonders in den ersten Lebensmonaten extrem positiv auf die neurologische Entwicklung von Babys aus. Doch nicht nur für den Nachwuchs sind zärtliche Berührungen eine wahre Wohltat, auch Mütter profitieren von ausgedehnten Kuscheleinheiten im Wochenbett. Die Studie „Parental Stress before and after Skin-to-Skin Contact in the NICU“ zeigt etwa, dass umso länger und intensiver Mütter mit ihren Babys kuscheln, desto mehr senkt sich ihr Stresslevel – dieser Effekt sei bei Müttern mit Frühchen besonders stark.

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Quellen: 

https://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822%2817%2930204-X 

https://aap.confex.com/aap/2015/webprogrampreliminary/Paper30863.html 

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