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Einmal mehr hat die Ärztekammer in einer Pressekonferenz auf den Ärztemangel in Österreich aufmerksam gemacht. Ärztekammerpräsident Szekeres fordert nun österreichweit 1300 zusätzliche Kassenstellen.

Gesundheit

Ärztekammer warnt einmal mehr vor Ärztemangel in Österreich

Immer wieder wird über den drohenden Ärztemangel in Österreich diskutiert. Die Ärztekammer warnt nun erneut vor den Folgen.


Vergangene Woche hat die Ärztekammer bei einer Pressekonferenz erneut die Dringlichkeit einer Lösung des Ärztemangel-Problems in Österreich betont: Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres fordert nun österreichweit 1300 zusätzliche Kassenstellen. Die häufig erwähnte „hohe Ärztedichte Österreichs“ sei kritisch zu betrachten, meint Szekeres außerdem. Berechne man Turnusärzte und die Tatsache, dass nur 6 von 10 Medizinabsolventen später auch hierzulande arbeiten mit ein, liege Österreich bei nur 4,34 Ärzten pro 1000 Einwohnern. 

Immer mehr Wahlärzte - Kassenstellen unbesetzt 

Die Statistik der Ärztekammer, die im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, zeigt, dass in Österreich mit Dezember 2018 46.337 Ärzte registriert waren, davon 14.805 Allgemeinmediziner, 23.246 Fachärzte und 8.085 Turnus-Ärzte. Wie ebenfalls bereits Ende Dezember letzten Jahres berechnet wurde, nimmt die Zahl der Wahlärzte in Österreich stetig zu, während die der Kassenärzte stagniert. Demnach hat sich die Zahl der Wahlärzte seit 2000 mehr als verdoppelt, während Ende 2018 ganze 129 Kassenstellen, 68 Allgemeinmediziner und 61 Fachärzte, in Österreich unbesetzt waren. 

Lange Wartezeiten in Städten, immer weniger Hausärzte am Land 

Szekeres beklagte bei der Pressekonferenz außerdem, dass aufgrund des Mangels auch die Wartezeiten bei den Kassenärzten immer länger werden, was für zahlreiche Patienten ein großes Problem darstelle. Wer es sich leisten könne, weiche in so einem Fall immer öfters zum Wahlarzt aus, was für viele Menschen aber finanziell auf Dauer keine Option sei. Aufgrund der Tatsache, dass in den nächsten 10 Jahren rund 1/3 (= mehr als 14.500) der Ärzte in Pension gehen, aber nicht genug Nachwuchs nachfolgt, bleiben auch am Land immer mehr Kassenstellen unbesetzt. 

Wien besonders betroffen 

In Wien sei die Situation besonders dringlich, meint Szekeres, und fordert für die Landeshauptstadt 300 zusätzliche Kassenstellen. Mit dem „regionalen Strukturplan“ der Stadt gemeinsam mit der Wiener Gebietskrankenkasse sollen bis 2025 insgesamt 393 zusätzliche Ärzte dazu kommen. Dies sei zwar „ein guter Ansatz“, wie die Umsetzung aber finanziert werden soll, ist laut Szekeres fraglich. In Wien sind laut Ärztekammer mittlerweile bereits 70% aller Ärzte Wahlärzte. 

 

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Quellen: 

https://www.medinlive.at/gesundheitspolitik/aerztekammer-bekraeftigt-warnung-vor-aerztemangel-mit-statistik 

https://www.aekwien.at/presseaussendungen/-/asset_publisher/3NnoSRC33NIz/content/spitalsarzte-immer-weniger-zeit-fur-patienten?_101_INSTANCE_3NnoSRC33NIz_redirect=%2Fpresseaussendungen

https://www.aekwien.at/-/osterreich-bei-oecd-arztedichte-abgeschlagen-auf-platz-13

 

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